Endlose palmengesäumte Strände. Weißer Korallensand. Unglaublich türkises Wasser. Die Filmkulisse von Fluch der Karibik? Nein – Mosambik!

Das warme Meer hat uns wieder! Ganz kurz hatten wir ja einen Mini-Kulturschock nach all den Annehmlichkeiten Südafrikas zurück ins „richtige“ Afrika zu fahren. Es ist unglaublich, wie schnell man sich doch wieder an diesen europäischen Standard gewöhnt, den wir ein halbes Jahr überhaupt nicht vermisst hatten. Doch nun können wir die entspannte Atmosphäre an der Küste Mosambiks so richtig genießen.

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Der Tourismus in Mosambik ist ein recht eigenartiger. Haben die Südafrikaner Ferien, dann ist alles übervoll und monatelang im Voraus ausgebucht. Haben die Südafrikaner Nicht-Ferien, ist alles verlassen und teilweise geschlossen. Diversifizierung, Fehlanzeige. So extrem haben wir den Einfluss der reisenden Südafrikaner noch nicht erlebt, doch angeblich zieht sich dieses Schema bis hinauf nach Botswana und Simbabwe.

Und es ist dazu ein fragiler Tourismus. Wir kommen ins Gespräch mit Bruce, einem unglaublich sympatischen Briten, der einen nett gelegenen Campingplatz nördlich von Maputo betreibt. Vor einigen Monaten ist die Anlage abgebrannt, eine starke Windböe hat das abendliche Braai-Feuer zu den strohbedeckten Hütten getragen. Er sagt, er sei völlig pleite, muss verkaufen. Uns lässt er kostenlos campen. Er ist nun seit dreizehn Jahren in Mosambik. Davor hatte er in Kenia gearbeitet, bis dort der Tourismus einbrach. Zehn sehr gute Jahre hatte er hier, doch nun kursiert in letzter Zeit in Südafrika das Gerücht, dass in Mosambik Krieg herrscht. Völliger Blödsinn zwar hier im südlichen Landesteil (im Norden gibt’s in der Tat Probleme), doch die Südafrikaner bleiben aus.

Ausgestorbene Paradiesstrände finden wir in Barra. Die Lodges und Ferienhäuser haben alle geschlossen. Ob wegen der Nicht-Ferienzeit in Südafrika oder des Kriegsgerüchts, finden wir nicht heraus. Hier campen wir ungestört am herrlichen menschenleeren Strand und lassen die Seele baumeln. Unglaublich, wie unbekannt diese karibischen Strände Mosambiks in Europa sind…

Gleich ein ganzes Beach Ressort kapern wir dann in Morrungulo. Für zwei Tage quartieren wir uns hier bei Ronaldo in Bonito Bay ein und genießen exklusiv die herrliche Lage und entspannte Stimmung.

Auch die kulinarische Seite kommt nicht zu kurz – in Mosambik können wir endlich wieder Fischern ihren soeben vom Meer zurückgebrachten Fang abkaufen. Denn schon von klein auf dreht sich hier alles um Fisch 🙂

Wir ergattern hier ein Teil eines Marlin, kiloweise Tintenfisch und ein riesen Teil eines Kingfish 🙂

Und es gibt hier endlich wieder Kokosnüsse zu ernten! 🙂

In Vilanculos fühlen wir uns schließlich endgültig an Sansibar erinnert. Bunte Dhaus säumen den Horizont. Türkises Meer mischt sich mit weißem Korallensand in malerischen Schlieren. Kitschig fast.

Abschließendes Highlight unserer Küstentour wird ein Tauchausflug am Bazaruto-Archipel. Unglaublich schön, sowohl über als auch unter Wasser!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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